Die intensiven Grabungen des Museums nach dem Zweiten Weltkrieg und seit 1999 des neu gegründeten städtischen Denkmalamts in der Frankfurter Altstadt haben als wesentliche Ergebnisse die Entdeckung eines römischen Militärstützpunktes und der karolingisch-ottonischen Kaiserpfalz auf dem Domhügel und des staufischen Saalhofes am Mainufer erbracht. Mehrere Einzelstudien widmen sich dem reichen Fundmaterial und besonderen Forschungsfragen sowie den Grabungen in der Nikolaikirche und der Karmeliterkirche, dem neuen Domizil des Archäologischen Museums.

 

Von besonderer Bedeutung für die frühe Geschichte Frankfurts waren die erneuten Grabungen des Denkmalamtes 1992/93 im Dom, die neue Baubefunde zur Vorbebauung des Domareals sowie das spektakuläre spätmerowingische Kinderdoppelgrab erbrachten. Im Rahmen eines zweijährigen Forschungsprojektes 2004-05 hat Magnus Wintergerst alle bis dato bekannten Bau- und Siedlungsbefunde der karolingisch-ottonischen Pfalzanlage Frankfurt neu zusammengetragen und ausgewertet. Die Ergebnisse sind in der Museumsschriftenreihe unter „Franconofurd 1" 2007 erschienen. Die anschließende Neuauswertung des Kindergrabes konnte jetzt in „Franconofurd 2" vorgestellt werden. Jüngere Grabungen der letzten Jahre des Denkmalamtes stehen vor ihrer Veröffentlichung.