Hjortspring

Hjortspring

Das Kriegsschiff aus dem Opfermoor

3. März – 24. Juni 2007

In den Jahren 1921/22 wurden im Hjortspring-Moor auf der dänischen Insel Alsen die Reste eines 18 m langen Bootes ausgegraben, zusammen mit zahlreichen Waffen und Geräten. Dieser Fundkomplex aus der Mitte des 4. Jahrhunderts v.Chr. ist das älteste Kriegsbeuteopfer des Nordens und er spiegelt dessen frühe maritime Kriegsführung wider.

Das aus Lindenholzplanken „genähte“, mit schnabelartigen Steven versehene „Hjortspring-Boot“ wurde durch Paddel angetrieben und steht in der bronzezeitlichen Schiffsbautradition Skandinaviens. Aus den weiteren Funden des Opferplatzes lässt sich erschließen, dass seine Besatzung aus 18 „gemeinen Soldaten“ und 4 „Offizieren“ bestand. Das Hjortspring-Boot wird heute, zusammen mit den anderen Funden aus dem Moor, im Dänischen Nationalmuseum Kopenhagen aufbewahrt.Das antike Kanu wurde in siebenjähriger Arbeit vom Alsener Verein „Hjortspringbådens Laug“ und zahlreichen Fachleuten originalgetreu nachgebaut und zu Wasser erprobt.

Das prachtvolle, seetüchtige Schiff wird in einer Sonderausstellung im Archäologischen Museum in Frankfurt gezeigt werden – dazu auch eine große Auswahl der vorzüglich erhaltenen Originalfunde, wie Waffen und Gerät. Begleitet wird die Schau von einer Dokumentation der Werkstattarbeit, von Filmen und Informationen zum Schiffsbau und Seewesen im Norden, zu den germanischen Kriegs-beuteopfern und zur maritimen Kriegsführung im Norden.

Eine Ausstellung des Archäologischen Museums Frankfurt in Zusammenarbeit mit dem Dänischen Nationalmuseum Kopenhagen und Hjortspringbådens Laug.


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