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Die Artefakte der Antikensammlung des Archäologischen Museums stammen aus dem Mittelmeergebiet, aus Kleinasien, Griechenland, Italien, Spanien und Nordafrika.

Präsentiert werden griechische Terrakotten, seltene Waffen, qualitätsvoller Schmuck sowie Gefäße aus Bronze und Glas. Das Herzstück der Sammlung bilden die antiken Keramikgefäße.


Zwei Jahrtausende Kultur im Mittelmeerraum

Die ältesten Objekte wurden bereits in mykenischer Zeit hergestellt – als im Rhein-Main-Gebiet die bronzezeitliche Urnenfelderkultur erblühte.

Nahezu alle Epochen und Stilrichtungen der bemalten griechischen und etruskischen Keramik sowie der hellenistischen und römischen Reliefkeramik sind in der Sammlung vertreten und bieten einen eindrucksvollen Querschnitt der antiken Keramikproduktion.

Die den griechischen Vasen jeweils entsprechende Keramik italischer Völker, vor allem der Etrusker, zeiget immer wieder die engen Beziehungen zwischen Griechenland und Italien und den mächtigen griechischen Einfluss auf.

Zusätzlich zeigen römische Artefakte, dass sie in Technik, Form und Dekor als Erben einer langen griechischen Tradition zu verstehen sind und schlagen Brücken zur byzantinischen und islamischen Kunst.


Mythen, Götter, Alltagsleben

Die Figurenmalerei auf griechischen Vasen erlebte ihren Höhepunkt in archaischer und klassischer Zeit (6.-4. Jh. v. Chr.). In der Betrachtung der Vasenbilder können die Besucher in eine lange versunkene kulturelle Welt eintauchen. Große Mythen, die Taten von Göttern und Heroen, lassen sich ebenso beobachten wie einfaches Alltagsleben – spielende Kinder, Frauen und Handwerker bei ihrer täglichen Arbeit. Aber auch Feste und Opfer für die Götter, das Theater, der Müßiggang des vornehmen Bürgers, oder Sport, ausschweifende Gelage und Liebe lassen sich auf den Gefäßen entdecken.